Von Bewerbungen, Neuerscheinungen und Katzen im Küchenschrank

Das Wochenende werde ich heute mal wieder mit etwas einläuten, was ich schon viel zu lange nicht mehr getan habe. Einem Blogeintrag.

Man kennt das ja. Man schreibt Bewerbungen. Eine hier hin und eine dort hin. Die eine Stellenbeschreibung trifft mehr, die andere etwas weniger auf einen zu. Und dann bekommt man eines Tages einen Tipp von einem Bekannten. Und es stellt sich raus, dass es sich um DIE Stelle handelt. Die Beschreibung ist wie auf Dich zugeschnitten, der Job für Dich gemacht. Man kann es eigentlich gar nicht Job nennen, das klingt irgendwie nachlässig. Ein Bisschen nach Wegwerfgesellschaft. Es ist ein Beruf. Es ist genau das, was Du schon immer machen wolltest. Was ich schon immer machen wollte. Also: Ab jetzt heißt es Daumen drücken! Ich habe meine Unterlagen vor ein paar Minuten rausgeschickt.

Gestern Abend stöbere ich so durch die Neuerscheinungen, da sticht mir ein Plattencover ins Auge. Irgendwie hat es mich so magisch angezogen, dass ich gleich mal reinhören musste und siehe da, das Album entpuppte sich als echte Perle. Ich empfehle Euch heute wärmstens: BOWERBIRDS – Hymns For A Dark Horse. Hört auf jeden Fall mal rein.

Kater No. 1 kann jetzt von hinten in die Küchenschublade klettern. Kater No. 2, nicht ganz so schlau, versucht nun schmollend, selbige von außen zu öffnen. Nach mehrmaligem Herausholen des Katers aus der Schublade und mehrmaliger Wiederholung dieses tollen Spiels kommt es zum erbitterten Kampf um einen Badeschuh aus Gummi.

Jeden Donnerstag Sport zu treiben hat sich als wirklich gute Idee erwiesen. Nachdem ich jetzt einigermaßen sicher geworden bin und es auch mal zu einem Ballwechsel, der länger als 2 Minuten geht kommt, bin ich davon hingerissen und möchte am liebsten gar nicht aufhören, wenn nach einer Stunde das Signal zum Verlassen des Spielfeldes ertönt. Am schönsten ist das Gefühl, mit jemandem zu spielen, der es wirklich drauf hat und es einem trotzdem nachsieht, wenn man selbst nicht die größte Sportskanone ist. Nach dem gestrigen Spiel habe ich das erste Mal Muskelkater, ich denke, das ist ein gutes Zeichen. Ich freue mich schon auf nächsten Donnerstag, wenn es wieder heißt: cardasport für Anfänger und Fortgeschrittene.

Festival No. 1 dieses Jahr rückt näher, es werden schon Pläne geschmiedet. Das Lineup ist großartig. Leider spielen wieder ein paar Bands parallel, daher heißt es Prioritäten setzen. Unser bisheriger Plan lautet:

Freitag:

12:50 – 13:20 THE RIFLES
14:50 – 15:35 ENTER SHIKARI
15:35 – 16:20 THE MACCABEES
16:00 – 17:00 REFUSED
17:25 – 18:35 TENACIOUS D
19:05 – 20:20 BILLY TALENT
21:00 – 23:00 METALLICA
23:35 – 0:30 RIVAL SONS
1:00 – 2:00 MASTODON

(Wobei TENACIOUS D und Pete Doherty parallel spielen und ich eigentlich schon lieber Pete sehen würde, hm…)

Samstag:

13:30 – 13:55 JAHCOUSTIX
16:30 – 17:00 WHILE SHE SLEEPS
17:25 – 18:35 DROPKICK MURPHYS
19:05 – 20:20 THE OFFSPRING
20:55 – 23:00 DIE TOTEN HOSEN
23:35 – 0:30 AS I LAY DYING
1:00 – 2:00 OPETH

Sonntag:

14:05 – 14:50 THE SUBWAYS
14:35 – 15:15 ANTHRAX
15:10 – 15:55 CYPRESS HILL
16:20 – 17:20 KASABIAN
19:30 – 20:40 SOUNDGARDEN
20:40 – 21:40 EVANESCENCE
22:10 – 23:20 MOTÖRHEAD
23:50 – 1:00 MARILYN MANSON

Dann muss jetzt nur noch Stück für Stück DIE ULTIMATIVE FESTIVALLISTE abgearbeitet werden und am 31.5. geht es los. Dieses Jahr fahre ich mal mit einer ganz neuen Gruppe hin, ich freue mich schon und ich bin sehr gespannt, wie es wird.

Trotzdem wird es natürlich nächstes Jahr auch wieder toll, das traditionelle Southside-Festival zu bereisen, ich hoffe, dass viele von der alten Truppe wieder mit dabei sind, speziell natürlich Hoochi und die Tofutante.

Jetzt bleibt mir noch, allen ein tolles Wochenende und eine ebensolche Festivalsaison mit ganz viel Sonne und wunderbarer Musik zu wünschen. Bleibt mir gewogen und denkt daran: Die Wahrheit liegt irgendwo in der Gegend rum.

Hier kommt noch ein wundertolles Lied von meiner Neuendeckung den BOWERBIRDS. Es trägt den Namen “In Our Talons”. Viel Spaß damit.

BOWERBIRDS – IN OUR TALONS

And the warblers sing: deet-deet-deet-deet-deet-deet-deet-deet-deet-deet!
And the sparrows sing: deet-deet-deet-deet-deet-deet-deet-deet-deet-deet!
Through the wheels, through the wheels on the interstate,
And hear no refrain.

And the beetles creep (deet-deet-deet-deet-deet-deet-deet-deet-deet-deet!)
On the crippled trees, (deet-deet-deet-deet-deet-deet-deet-deet-deet-deet!)
And they look down to where the soil must have been, wondering.

And no, youre not alone. No, my cousins, youre not alone.
Youre in our talons now, and were never letting go.

And the branches bend (deet-deet-deet-deet-deet-deet-deet-deet-deet-deet!)
To the growing sea. (deet-deet-deet-deet-deet-deet-deet-deet-deet-deet!)
And they ask, and they ask it to spread their seeds, 
For they know theyre drowning.

And no, youre not alone. No, my cousins, youre not alone.
Youre in our talons now, and were never letting go.
Youre in our headlights, frozen, and no, were not stopping.
You may not believe, but even we were scared at first.
It takes a lot of nerve to destroy this wondrous earth.
Were only human; this at least weve learned

Das Corpus Delicti

Das Corpus Delicti

cardasport

cardasport


Die ultimative Festivalliste 2012

Die Festivalsaison rückt wieder näher. Auf vielfache Anfrage hin, habe ich mich entschlossen, auch in diesem Jahr wieder meine allseits beliebte Festivalliste zu veröffentlichen. Sie wurde natürlich wieder durch Dinge, die sich als praktisch erweisen konnten ergänzt, dafür wurde Unnötiges gestrichen, um das Rucksackgewicht so gering wie möglich zu halten.

Natürlich wurden Gegenstände, wie Bierfässer und Tische auch bei dieser neuen, überarbeiteten Version der Liste wieder weggelassen, wer jedoch mit dem Bully, oder gar mit einem dieser neumodischen Wohnmobile unterwegs ist, kann gerne beides wieder mitnehmen, wobei Bierfässer auf Festivals nicht nur aus Gewichtsgründen denkbar unpraktisch sind. Selbiges gilt für Konservendosen, die von mir schon seit Jahren nicht mehr mitgenommen werden, da man sich meist vor Ort dann doch mal was Warmes kauft und sie tonnenweise wieder zum Auto zurückschleppen darf. Außerdem wurde in der Vergangenheit unnötigerweise schon der ein oder anderen Rucksack gesprengt, die Reparaturkosten kann man sich natürlich auch ersparen.

Je weniger Ballast, umso besser. Auch unnötige Bierpalettenschlepperei in sengender Hitze vom Parkplatz zum Zeltplatz sollten der Vergangenheit angehören. Es reicht, wenn man für den ersten Abend ausreichend ausgestattet ist. Auf den meisten größeren Festivals gibt es Supermarktstände, an denen man einiges erwerben kann. Auf dem Southside/Hurricane ist dort z.B. die Dose (eisgekühltes) Bier für 1,50 € zu haben.  Was nicht wesentlich teurer ist, als warmes, von zu Hause mitgebrachtes Bier. Auch Einweggrills, Konservenlebensmittel, Crushed Ice und diverse alkoholfreie Getränke lassen sich dort preiswert erwerben. Es bleibt natürlich jedem selbst überlassen, was er zum Festival mitschleppt, doch man sollte auch immer daran denken, dass ein überladenes Auto viel mehr Sprit frisst, außerdem kann man auf den wenigsten Festivals direkt neben dem Zelt parken, so dass mit dem Gepäck meistens noch eine gute Strecke zu Fuss zurückgelegt werden muss.

Doch nun endlich zur Liste:

1.) 70-Liter-Tramperrucksack
2.) Zelt
3.) Schlafsack
4.) Isomatte
5.) Gummistiefel
6.) Ohropax (Für die Leute, die sich gerne nachts mal für 1-2 Stunden auf´s Ohr legen und für Personen mit empfindlichen Gehör, die beim Prodigy-Konzert nur noch einen Platz vor der Bassbox gefunden haben.)
7.) Sonnenbrille
8.) Bikinitop
9.) 2 T-Shirts
10.) 1 Jeans
11.) Unterwäsche
12.) Pulli
13.) Regenmantel
14.) Müllsäcke ( können auch zur Regenjacke umfunktioniert werden)
15.) Gaffer-Tape (zum Zelt kleben, Regenjacke basteln, Bierdosenturm bauen, beste Freundin am Weglaufen hindern etc.)
16.) Aggressives Sprühdeo
17.) Duschgel
18.) Zahnputzzeug
19.) Sonnencreme
20.) Brandsalbe (kann auch bei Sonnenbrand und Mückenstichen verwendet werden)
21.) Pflaster
22.) Feuchte Tücher (zum Abschminken und als Duschersatz geeignet)
23.) Klopapier
24.) Desinfektionstücher
25.) Aspirin
26.) Handtuch (schützt im nassen Zustand umgehängt vor Sonnenstich und natürlich zu Ehren von Sir Douglas Adams)
27.) Hosentaschenformatige Kamera (SF-Kameras sind nicht erlaubt, außerdem sollte man derartige Luxusgüter auch nicht im Zelt liegen lassen)
28.) Batterien/Akku
29.) Handy
30.) Uhr (teilweise ist der Handyempfang auf dem Festivalgelände durch die Netzüberlastung sehr schlecht. Wenn jeder eine Uhr dabei hat, kann man Treffpunkte vereinbaren)
31.) Tetra Pack (Kann immer wieder nachgefüllt und als Getränkebehälter mit auf das Konzertgelände genommen werden. Die Getränke an den Bierständen auf dem Konzertgelände sind teuer. PET-Flaschen können zwar mit auf den Campingplatz genommen werden, sind aber auf dem Konzertgelände nicht erlaubt! Mit Gaffertape kann man sich einen praktischen “Umhängetetrapack” bauen, wahlweise geht natürlich auch ein professioneller
31.) Trinkrucksack oder auch ein mittelalterlicher
32.) Weinschlauch
33.) Faltkanister (zum Wasser holen, Haare waschen oder auch für Vodka und andere Spezialitäten, Glasflaschen sind auf den meisten Festivals auf dem kompletten Gelände verboten)
34.) Flip Flops (zum Duschen)
35.) Mütze (gegen Sonnenbrand auf der Kopfhaut oder nasse Haare bei monsunartigen Regenfällen)
36.) Umhänge- oder Gürteltasche, oder für Spießer: Brustbeutel (Für Kamera, Geld, Zigaretten und andere lebenswichtige Kleinigkeiten, die immer “am Mann” getragen werden)
37.) Für Raucher: Ausreichend Zigaretten/Tabak, Rauchwaren sind auf dem Festivalgelände teurer
38.) Feuerzeuge
39.) Taschenlampe
40.) Trockenshampoo (falls die Duschen dauerbesetzt oder schlammverstopft sind kurzfristig ein guter Ersatz für die tägliche Haarwäsche)
41.) Haselnusscreme aus der Tube und dazu passend:
42.) Abgepackte Croissants oder Toastbrot
43.) Ersatzheringe (Falls man selbst, oder einer der Mitreisenden nach der Ankunft plötzlich feststellt, dass dem nach dem letzten Festival eilig zusammengerollten Zelt keine solchen mehr beiliegen)
44.) Ersatzautoschlüssel im Auto eines Mitfahrers deponieren (Falls man selbst, oder einer der Mitreisenden beim Nachschubholen auf dem Weg vom Auto zum Zeltplatz den Schlüssel im Schlamm verliert. ;) )
45.) EC-Karte (In der Gürteltasche/im Brustbeutel mitzuführen), falls das mitgenommene Geld auf Grund der überraschenden Vielzahl der auf dem Festival angebotenen Band T-Shirts, Sonnenbrillen, Cocktails, Bungee-Jumps und ähnlicher Attraktionen doch irgendwann zur Neige gehen sollte und der Hungertod droht einem einen Strich durch die Feierrechnung zu ziehen, gibt es auf den meisten Festivals inzwischen EC-Automaten.
46.) Für Leute, die sich trotz allem gerne selbst mal was Warmes kochen möchten, seien an dieser Stelle diese beliebten asiatischen Tütensuppen, benannt nach dem Geräusch, das wir Mitteleuropäer ausstoßen, wenn uns etwas schmeckt, empfohlen. Sie lassen sich geschmacklich ganz leicht abwandeln, gehen  auch gut als schnelles Frühstück durch und nehmen vor allem nicht allzu viel Platz im Rucksack weg. Dazu benötigt man dann natürlich auch:
47.) Einen Klappgaskocher (Achtung, erst mal nachfragen, wer schon alles einen dabei hat, für eine 5-köpfige Gruppe sollte ein Gaskocher auf jeden Fall reichen) Selbiges gilt für die
48.) Gaskartusche und wer schon eine Kochausstattung dabei hat, kann natürlich auch noch ein Päckchen
49.) Instantkaffee (je nach Geschmack als Gewürz: Kaffeeweißer, Zucker, Kardamom :) )und ein paar
50.) Pappbecher mitnehmen, was sicher auch einige Mitfahrer erfreuen wird, die morgens um 7 nach gefühlten 30 Minuten Schlaf von einem explodierenden Hmbessernichtdrandenken aus dem Schlaf gerissen wurden.

Viel Spaß beim Packen!

Natürlich würde mich jetzt noch interessieren, auf welchen Festivals Ihr dieses Jahr so unterwegs sein werdet!

Foto: cardamonchai Southside-Festival 2008

Foto: cardamonchai Southside-Festival 2008

Hier noch ein interessanter Link, es geht um verschiedene “Festivaltypen”:

7 types of people at coachella

Und nun wünsche ich Euch viel Spaß mit

Razorlight – Golden Touch

live, unplugged und backstage vom Glastonbury Festival 2004



Bastelstunde

Heute widme ich mich mal einem ganz neuen Thema: Der Bastelei.

Vor Kurzem kam ich mit zwei Freundinnen über ein Soziales Netzwerk ins Gespräch über ein Luxusproblem: Wo bringe ich meinen Modeschmuck unter? Am besten so, dass ich ihn immer sehen und nicht jedes Mal lange graben muss, oder gar vergesse, dass das ein oder andere Teil existiert, weil es irgendwo ganz unten in einem Kistchen liegt?

Eine der beiden, Hoochi hatte ein Foto ihrer Lösung gepostet, was Desi und mich natürlich dazu anregte, ihr auch von unseren “Schmuckvariationen” zu berichten.

Fotos waren schnell geschossen, die Idee für einen Blogeintrag liegt auf der Hand.

Kommen wir zuerst zu Hoochis Lösung: Ein einfacher Hasendraht ziert nun ihr Badezimmer, der sich nach und nach mit Ohrringen, Haarreifen, Ketten und vielen weiteren herrlichen kleinen Unnötigkeiten füllt. Eine sehr edel anmutende Lösung, wie ich finde, die rein gar nichts von einem Hasenstall hat:

Foto: Hoochi 4/2012

Foto: Hoochi 4/2012

Als nächstes folgt ein Bild von Desis Kreativlösung: Sie hat Schwämmholz gesammelt und es mit kleinen Bildernägeln versehen, an denen sie ihre Schätze aufgehängt hat:

Foto: Desi 4/2012

Foto: Desi 4/2012

Zuletzt noch zu meiner Variante der Schmuckaufbewahrung: Als ich vor einiger Zeit noch gekellnert habe, habe ich Champagnerkorken gesammelt, die ich dann mit einer Laubsäge in Scheiben geschnitten und auf einen Bilderrahmen geklebt habe. In diese Platte lassen sich nun schön alle Ohrringe und Broschen pieksen, für alles andere suche ich allerdings im Moment noch eine perfekte Lösung.

Foto cardamonchai 4/2012

Foto cardamonchai 4/2012

Was gibt es sonst noch für Aufbewahrungsmöglichkeiten? Habt ihr Tipps? Habt ihr vielleicht noch was viel tolleres gebaut? Ich freue mich auf jeden Fall auf Fotos, die ich gerne nachträglich in diesem Artikel posten werde, genau so natürlich über Kommentare mit “Montageanleitungen”.

Foto: cardamonchai 3/2012

Foto: cardamonchai 3/2012

Song des Tages

Zaz - Ton Rêve

Nachtrag am 26.04.2012

Hier ist, sie, die heiß ersehnte Bastelanleitung für Hoochis “Schmuckhängedings”. Viel Spaß beim Lesen und beim Nachbasteln!

“Und nun meine Damen, die Bastelanleitung. Ich gehe von den Materialangaben meines Dingens aus.

Hasendraht
2 Dübel
2 Haken
Zange
Bohrmaschine
Bohrer

Hasendraht ausrollen und gerade biegen. Am besten man stellt schwere Gegenstände darauf, dann geht es besser.
Je nach Größe des gewünschten Schmuckhängedings dann den Hasendraht abzwicken. Ich habe 2 Bahnen genommen. Danach die 2 Bahnen miteinander befestigen. das habe ich gemacht, indem ich die einzelne Drähte bei beiden Bahnen, die Hochkant verlaufen, abgezwickt habe. Außerdem sollte man noch die wagrechten Drähte abzwicken. Also bei Bahn Nummer 1 jeden 1., 3., 5., usw. und bei Bahn Nummer 2 jeden 2., 4., 6.

Anschließend habe ich beide Bahnen nebeneinander gelegt und die Drähte, die nun wegstehen um die andere Bahn herum umgebogen. Somit hatte ich nun einen großen Hasendraht.

Dann habe ich in der Mitte ein Loch heraus gezwickt und oben des Loches dann wieder Drähte abgezwickt und nach oben gebogen (um Ketten und Haarbänder hin hängen zu können). Dasselbe habe ich am unteren Rand des Drahtes auch gemacht, um dann Armreifen, Uhren etc. hin hängen zu können. Allerdings muss man beim Hochbiegen der Drähte aufpassen, denn sie brechen leicht ab. Löcher in die Decke bohren, Dübel rein, Haken rein und Schmuckhängedings in die Haken einhängen. FERTIG!!!”


Das nächtliche Klettern in den Ruinen ist strengstens untersagt

 


Tube Trip – London ohne Wachspuppen

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Sonnentränen

Menschen sitzen auf dem Gehsteig in der Sonne und entspannen sich. Sie haben Eis und Getränke dabei, lesen Zeitung, blicken einfach so ins Weite, oder unterhalten sich.

In der Ferne  kann man das Getöse der Großstadt wahrnehmen. Tauben bevölkern die Straße. Sie picken vereinzelt nach ein paar Brotkrumen. Aus einer Box, die jemand vor sein Geschäft gestellt hat,  klingen leise die Sounds von Roxy Music. Eine Mutter füttert ihr Kind.

Im Straßencafé gegenüber ist eine junge Frau in ihrem Korbsessel eingenickt. Ihr Begleiter spielt vertraut mit einer Locke ihres schwarzen, glänzenden Haares.

Es riecht nach Frühling, nach den Kräutern und Gewürzen des Markes. Ruhe und Gelassenheit, Toleranz und Verständigung.

Plötzlich kommt ein Auto durch die sonst so ruhige Straße angebraust. Fährt durch den Taubenschwarm. Die Vögel steigen hektisch mit den Flügeln schlagend auf. Einer nach dem anderen.

Federn. Blut. Auf dem grauen Asphalt. Einer von ihnen hat es nicht geschafft. Eine Wolke schiebt sich vor die Sonne. Es beginnt zu regnen. Die Marktfrauen packen ihre Gewürze ein. Die Musik verstummt.

- Abspann -

Dieser Text ist Rudi gewidmet.

Bild: cardamonchai London 3/2012

Bild: cardamonchai London 3/2012


Musik: Shearwater – Believing Makes It Easy

Now that we have pulled away
Is it better on the inside?
And did you like the offerings
On the counter, under black lights?

While the stars have aligned
With a light that irradiates all of us
In the parallel
Let the temperature rise
Till the urge to relieve it is perilous,
Let the silence make it easy

Driving through the border range
Did we pass along the same road?
We are ashes in the polar rays
We war blooming at the same time

While the sun slips away from the crest of the barricade
Radiant
In the winter light
If a tenth of the law is the urge to invalidate
Starry-eyed
And inverterate
And invincible
You make it easy


Flugzeug

Vor Dir sitzt ein quengelndes, zappelndes, kaugummimampfendes Kind und spielt bei voll aufgedrehter Lautstärke ein Kampfroboterspiel auf seiner blinkenden Mitnahmespielkonsole. Hinter Dir treten zwei nicht minder zappelige, völlig überdrehte Noch-Teenies gegen Deinen Sitz, finden alles total spannend und lästern seit Stunden lautstark über ihre eigentlich allerbeste, gemeinsame Freundin, die ja so unglaublich “assi” ist und Eigenschaften hat, die  ”krass zum Kotzen” sind.

Der Vielflieger auf dem Platz schräg gegenüber nimmt alles betont gelassen, verdreht seine Augen um gefühlte 360 Grad, stopft sich die Kopfhörer seines Designer-Musikspielers bis zum Anschlag in die Gehörgänge und nimmt einen tiefen Schluck aus seinem silbernen Flachmann, den er aus seinem Vorschrifts-Kosmetik-Gefrierbeutelchen zieht.

Ein paar Reihen vor Dir erkennst Du eine der Omas wieder, die sich vorhin schon eine Stunde vor dem Boarding in einer langen Schlange vor dem Schalter aufgebaut hatten. Entsetzt krallt sie sich an ihrem “Goldenen Blatt” fest und starrt aus dem Fenster. Ihr Mann, ein untersetzter grauer, mit einer großen, achzigerjahrebunten Bauchtasche ausgestatteter Herr in Knickerbockern und Hawaiihemd, erzählt in einer durch den kompletten Flieger hörbaren Lautstärke, eine lange, sehr unspannende Geschichte aus seiner Jugend, ohne dabei auch nur ansatzweise zu bemerken, dass seine, zwischen ihm und dem Fenster eingepferchte Frau offenbar ein Problem hat.

Sein Gebrüll mischt sich mit dem eines scheinbar unglaublich engagierten Medizinstudenten, der alles, was er während seines bisher drei Monate andauernden Studiums gelernt hat, lautstark mit den beiden gutbebusten wasserstoffblondierten Erasmussemesterreisemädchen in seiner Sitzreihe teilen muss. Eine der beiden scheint sehr beeindruckt zu sein, sie fällt der Anderen jedes Mal, wenn sie eine kurze Zwischenfrage wagt, ins Wort und erzählt, dass ihr ja “genau sowas auch schon mal passiert ist, damals in Neuseeland, was für ein Zufall!”

Fast sanft klingt dagegen das bereits dreißig Minuten andauernde Schreikonzert des Säuglings, der etwas weiter hinten seine Eltern auf Trapp hält. Seine Duftnote breitet sich, langsam aber stetig wabernd, über die gesamte Kabine aus.

Als sich das Zeichen zum Anschnallen erst durch die quäkende Lautsprecheransage des Piloten, dann durch das flirrende Blinkstakkato  der defekten Leuchtanzeige über Deinem Kopf bemerkbar macht, ist es so weit. Gerade nimmst Du noch aus dem Augenwinkel wahr, wie die betagte Lady mit dem “Goldenen Blatt” ihrem Göttergatten in einem sanften, sich stetig ergießenden Strahl in den Tweetschoß bricht, da hast Du endlich Deine Kopfhörer gefunden.

Bild: cardamonchai 3/2012

Bild: cardamonchai 3/2012

Bild: cardamonchai 3/2012

Bild: cardamonchai 3/2012

Musik auf den Kopfhörern: Queens Of The Stone Age “Feel Good Hit Of The Summer”

Nicotine, Valium, Vicodin, Marijuana, Ecstasy and Alcohol
Nicotine, Valium, Vicodin, Marijuana, Ecstasy and Alcohol
Nicotine, Valium, Vicodin, Marijuana, Ecstasy and Alcohol
Nicotine, Valium, Vicodin, Marijuana, Ecstasy and Alcohol

C-c-c-c-c-cocaine
C-c-c-c-c-cocaine
C-c-cocaine
C-c-c-c-c-cocaine

Nicotine, Valium, Vicodin, Marijuana, Ecstasy and Alcohol
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Nicotine, Valium, Vicodin, Marijuana, Ecstasy and Alcohol
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Nicotine, Valium, Vicodin, Marijuana, Ecstasy and Alcohol
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Nicotine, Valium, Vicodin, Marijuana, Ecstasy and Alcohol
Nicotine, Valium, Vicodin, Marijuana,

C-c-c-c-c-cocaine


So Du

Molekularbiologie und Backgammon, Wolkenfotos und Kochexperimente, Festivalsommer und Tretbootausflüge, Flohmarktbummel und Kunst aus Resten, Zukunftsmusik und Gegenwartsträume, die Suche nach dem Einen, dem schäfsten Gewürz auf Erden, „Ich kann das ganz alleine, ich brauche keinen Profi, hm, jetzt ist es kaputt, ach macht nichts, lass uns einfach was anderes daraus bauen.“, „Lass uns noch eine Folge sehen.“, „Das ist ja interessant, genau den finde ich auch total bescheuert, komisch, ich glaube, alle auf der Welt, außer uns, lieben den.“, „Ich möchte in die Musik dieser Band hineinkriechen und sehr lange nicht mehr rauskommen.“, 8 Stunden im Supermarkt, 1.000 tolle Sachen gesehen, mindestens 1 Spielzeug gekauft und das Salz vergessen, Sonntagskrimikritik und Blutspurenanalytikeranalyse, Katzenflüsterer und Kaffeeprogrammierer.

Das alles ist so Du. Also genau wie ich. Mit einer Schwäche für Zahlen. Also ohne Rechenschwäche.

Gläserne Sonnenstrahlen in Deinem Haar, der Name, die Schönheit der Zukunft und die Fragen, die man nicht stellen muss. Denn sie beantworten sich von selbst, noch bevor sie meine Lippen verlassen.

Ich. Vor dem Aquarium. Mit Wasser in den Haaren. Glanz in den Augen. Frei und glücklich. Weder Jägerin, noch Gejagte. Jetzt und hier. Möchte ich sein.

Gewissheit, Glück und Wärme macht gesund.

Das Eis schmilzt. Auf den ersten Blick scheint es, als würde es verenden. Einen langsamen Tod sterben. Doch das tut es nicht. Es ist ein fließender Übergang. Kaum spürbar. Vom harten, grauen Gebilde zu weichem, klarem Wasser. Es tropft, fließt, befreit sich. Stürzt über Wehre. Durch Brücken und Kanäle. Sprudelt einen Bach entlang. Hinaus ins offene Meer. Dorthin, wo es schon immer sein wollte. Zu Dir.

Bild: cardamonchai 2/2012

Bild: cardamonchai 2/2012

Song des Tages: Biffy Clyro – Mountains

Took a bite out of a mountain range, 

Thought my teeth would break the mountain did
Lets go, I want to go all the way to the horizon

I took a drink out of the ocean and, 
I’m treading water there before I drown
Lets dive, I want to dive to the bottom of the ocean
I took a ride, I took a ride, I wouldn’t go there without you
Lets take a ride, we’ll take a ride I wouldn’t leave here without you

I am a mountain, I am the sea, you can’t take that away from me
I am a mountain, I am the sea, you can’t take that away from me

‘Cause you tear us apart, with all the things you don’t like
You can’t understand that I won’t leave ’til we’re finished here, and then you’ll find out where it all went wrong

I wrote a note to the jungle and it wrote me back that I was never crowned king of the jungle, so there’s and end to my horizon
I took a ride, I took a ride I wouldn’t go there without you
Lets take a ride, we’ll take a ride I wouldn’t leave here without you

I am a mountain, I am the sea, you can’t take that away from me
I am a mountain, I am the sea

‘Cause you tear us apart, with all the things you don’t like
You can’t understand that I won’t leave ’til we’re finished here, and then you’ll find out where it all went wrong

Nothing lasts forever, except you and me (You are my mountain, you are my sea)
Love will last forever, between you and me(You are my mountain, you are my sea)

I am a mountain, I am the sea, you can’t take that away from me
I am a mountain, I am the sea
I am a mountain, I am the sea

 


Perspektiven

Bild: cardamonchai 1/2012

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Technik

Bild: cardamonchai 1/2012

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